Wednesday, March 16, 2011

während am anderen Ende der Welt ...

Schreckensnachrichten von überall. Ich habe am Freitag nichts davon mitgekriegt, es wurde mir mitten in der Nacht nach einem Konzert erzählt. Ich lebe trotzdem weiter, glücklich, unglücklich, wie immer. Die letzten Schultage, kaum jemand, wirklich fast NIEMAND, redet über Japan. Hippietag, in dem Sinne doch eine Demo gegen Atomkraft zum Marktplatz. Aber niemand redet über das, was passiert. Die Banalität ist überall. Im Radio, in den Nachrichten. Erst der Horror, dann geht es weiter mit Bundesliga. Wir diskutieren über Kunst, gehen zu Partys, ignorieren. So langsam kommt der Schrecken. Am anderen Ende der Welt. 9ooo Kilometer von hier. Ich selbst hatte überlegt, mein Jahr nach dem Abi dort zu verbringen. Jetzt ist es vielleicht bald so verstrahlt, dass man es als bewohnbares Land abschreiben kann. Die Wolke scheint Realität zu werden. Bloß nicht in Deutschland, sondern dort, wo die Sonne aufgeht, Autos und Highttech herkommen, wo wir an Kirschbäume und Sushi denken, dort wo Heidi und Dragonball produziert werden, die Menschen sehr viel arbeiten und wo schon Atombomben gefallen sind. Ich werde auf dem aktuellen Stand bleiben.

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Franklin